Studierende der HSWT lernen den Unimog und seine Einsatzmöglichkeiten direkt auf der Lehrbaustelle kennen.
Selbst fahren, kehren und Pflanzen bewässern: Auf der HSWT-Lehrbaustelle in Pocking konnten Studierende den Unimog im praktischen Einsatz kennenlernen. HENNE unterstützte die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) mit Technik und Know-how und zeigte, wie vielseitig sich der Geräteträger im kommunalen Bereich und im Wegebau einsetzen lässt.
Vom eigenen Entwurf auf die Baustelle
Die Lehrbaustelle findet vom 14. September bis 9. Oktober 2026 im Bereich der A94 statt. Auf einer rund 42 Hektar großen naturschutzfachlichen Ausgleichsfläche der Autobahn GmbH entsteht ein neuer Aussichtspunkt für die Kiebitz-Ausgleichsfläche. Studierende des siebten Semesters im Studiengang Landschaftsbau und -Management setzen dabei ihre eigenen Entwürfe um und übernehmen die wesentlichen Schritte von Planung und Ausschreibung bis zur Bauausführung.
Unimog erleben und selbst ausprobieren
Bei unserem Praxiseinsatz blieb es nicht beim Zuschauen: Die Studierenden konnten selbst mit dem Unimog fahren, kehren und anschließend die neu gesetzten Pflanzen eingießen. So wurde direkt auf der Baustelle sichtbar, wie ein Fahrzeug mit passender Anbau- und Aufbautechnik unterschiedliche Aufgaben übernimmt. Das Interesse an der Technik war groß, die Resonanz durchweg positiv.
Hochschule und Praxis im Austausch
Der Einsatz knüpft an die Zusammenarbeit aus dem Vorjahr an, als Studierende der HSWT im Rahmen einer Exkursion bei HENNE zu Gast waren. HENNE pflegt dabei eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Technik in der Bauabwicklung beziehungsweise Maschinentechnik an der HSWT. Dieser wird derzeit kommissarisch von Prof. Dr. Thomas Zumbrunnen vertreten, der die erneute Unterstützung der Hochschule mit praktischer Erfahrung und moderner Technik begrüßte.
Die Maschinentechnik verbindet Landschaftsbau und Kommunaltechnik: Beim Wegebau, bei der Pflege von Flächen und bei der Bewässerung kommt es auf das Zusammenspiel von Fahrzeug und Anbaugerät an. Besonders auffällig ist die gute Zusammenarbeit der Lehrstühle Landschaftsbau und Technik in der Bauabwicklung bzw. Maschinentechnik der Hochschule. Für uns stehen dabei sowohl die wissenschaftliche Begleitung als auch die Anwenderperspektive im Vordergrund. Erkenntnisse aus der Forschung und Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz sollen sich dabei gegenseitig ergänzen.
Auch über die Lehrbaustelle hinaus soll der Austausch weitergehen: Gemeinsam mit der Hochschule ist eine Bachelorarbeit zur Wirtschaftlichkeit von Geräteträgerkonzepten geplant. Ziel sind unabhängige, wissenschaftlich fundierte Berechnungsgrundlagen, mit denen sich künftig auch die Wirtschaftlichkeit des Unimog sachlich bewerten lässt.
Gemeinsam möglich gemacht
Unser Dank gilt der HSWT und allen Beteiligten für die Zusammenarbeit. Andreas Beckschulze unterstützte den Einsatz fachlich. Dücker stellte über Dominic Seifert unkompliziert eine Maschine für die Vorführung zur Verfügung. Wir freuen uns, angehenden Fach- und Führungskräften Einblicke in die Praxis zu geben und den Austausch mit der Hochschule fortzusetzen.



